Unfallstudie: Augen auf im Haushalt

Unfallstudie: Augen auf im Haushalt

"Im Haushalt passieren 4 mal so viele Unfälle wie auf der Strasse"

Eine aktuelle Studie über die "Sport-Freizeit und Haushaltsunfälle" in Tirol, welche im Auftrag des Vereins SICHERES TIROL vom Kuratorium für Verkehrssicherheit erstellt wurde, zeigt die Problematik der steigenden Haushalts-Freizeit und Sportunfälle auf.

"Es geht uns aber mit dieser Studie nicht nur um Zahlen und Statistik, sondern vielmehr um konkrete Vorschläge, Massnahmen zur Unfallprävention. Die Prognosen zeigen leider steigende Unfälle vor allem bei den Senioren, bei neuen Trendsportarten (siehe E-Bike), durch das geänderte Freizeitverhalten und die steigende Lebenserwartung", so Dr. Karl Mark, Präsident vom Verein SICHERES TIROL.

Es geht vorallem darum, Gefahren frühzeitig zu erkennen und vorzusorgen.

"Kein Unfall passiert zufällig, es gibt immer eine Ursache. Dabei sind mehr als 50% aller Unfälle im Haushalt-Freizeitbereich auf Stolpern, Ausrutschen und Stürzen verursacht. Die Beseitigung dieser "Stolperfallen" ist eine vordringliche Aufgabe," so Dr. Mark.

Dass kontinuiertliche Prävention tatsächlich wirkt, zeigen die stetig sinkenden Unfallzahlen im Verkehrs und Arbeitsbereich( verbindliche Normen,Gebote und Verbote, Kontrollen).

"Im Sport-Haushalt und Freizeitbereich wollen wir aber keine /oder mehr verbindliche Normen, Kontrollen ect, sondern das Bewusstsein zu stärken, zu wecken, dass Eigenverantwortung dabei ganz wichtig ist, und dass oft mit einfachen Mitteln die Ursachen von Unfällen beseitigt werden können (Stolperfallen). Unaufmerksamkeit,Ablenkung z.B. durch Handy ect. sind oft Auslöser von solchen Unfällen, welche vermeidbar wären."

In Tirol sind  2018 ca 82.400 Personen auf Grund von Unfällen ambulant / oder stationär in einem Krankenhaus behandelt worden.Diese hohen Unfallziffern verursachen nicht nur viel menschliches Leid, sondern auch hohe volkswirtschaftliche Kosten: in Tirol sind dies ca c 1,7 Milliarden € 

Sport-Haushalt und Freizeitunfällen. Die Verkehrsunfälle verursachen zusätzlich € 468 Millionen.

"Diese Studie ist eine wertvolle Grundlage für unser Aufgaben, Schwerpunkte in der Unfallprävention in Tirol. Die Unfallziffern können wir aber nur gemeinsam und vernetzt mit allen übrigen in Tirol mit Unfallvermeidung befassten Organisationen gesenkt werden: Bewusstseinsbildung zur Unfallvermeidung  durch gezielte Informationen, Schulungen, Kurse", so abschliessend der Präsident des Vereins Sicheres Tirol, Karl Mark.

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