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Tirol sicher erleben im Seniorenalter: Checkliste für ein gesundes Leben im Alter

Gesund und unfallfrei leben bis ins hohe Alter

In österreichischen Haushalten passieren viermal so viele Unfälle wie im Straßenverkehr. Das bestätigt eine Studie vom Kuratorium für Verkehrssicherheit. 30% davon sind Stürze durch Stolpern und 17% Stürze durch Ausrutschen. Besonders betroffen davon sind Senioren im Alter von 65 bis 79 Jahren. Viele ältere Menschen haben große Angst hinzufallen und sich die Knochen zu brechen, denn meist bedeutet dies auch den Verlust der eigenen Unabhängigkeit. Sie bewegen sich deshalb oft weniger und geraten so in einen Teufelskreis: Denn wer weniger mobil ist, hat ein höheres Verletzungsrisiko, da Muskeln und Koordination schwächer werden. 

Was sind die Ursachen für Unfälle im Alter?

Die Ursachen für Unfälle im hohen Alter sind vielfältig. Ungeahnte Hindernisse in der Wohnung wie Teppichkanten, lose Kabel oder Türleisten können schnell zu Stolperfallen werden. Stürze können aber auch Folgen von gesundheitlichen Problemen sein, die Unsicherheiten im Gehen oder schlechtere Reaktionsfähigkeiten verursachen.
Wichtig ist deshalb, die Gefahren im Alltag möglichst frühzeitig zu erkennen und Vorkehrungen zu treffen, um Stürze im Alter zu Hause zu vermeiden. 

Wie kann man Stürze daheim vermeiden?

Mit ein paar einfachen Maßnahmen kann man Hindernisse im Haushalt verringern. Wir haben Ihnen eine Liste zur Sturzprävention in den eigenen vier Wänden zusammengestellt:

  • Entfernen Sie herumliegende Gegenstände wie z.B. Schuhe und machen Sie Gänge und Böden frei
  • Befestigen Sie Kabel entlang von Wänden oder befestigen Sie diese mit Klebeband am Boden
  • Wischen Sie immer sofort auf, wenn Sie etwas verschütten
  • Markieren Sie Treppen und Türschwellen mit einem Klebe-Signalband, damit diese auffallen, oder entfernen Sie die Schwellen ganz
  • Sorgen Sie für genügend Beleuchtung in der Wohnung auch in der Nacht (z.B. durch Nachtlichter oder Bewegungsmelder)
  • Entfernen Sie Teppiche oder machen Sie diese mit doppelseitigem Klebeband rutschfest
  • Verwenden Sie Hausschuhe mit rutschfester Sohle und festem Halt
  • Statten Sie das Badezimmer mit rutschfesten Matten aus und montieren Sie zusätzliche Haltegriffe als Aus- und Einstiegshilfen für WC, Dusche und Badewanne sowie Sitzmöglichkeiten für Dusche und/oder Badewanne
  • Holen Sie sich Hilfe für den Haushalt
  • Verwenden Sie ein mobiles Telefon oder einen Notfallknopf/Notrufarmband, das Sie immer mit sich führen. So können Sie bei Stürzen sofort Hilfe rufen.

Sturzprophylaxe im Alter

Neben den Maßnahmen im Haushalt, gibt es auch einige wichtige Tipps, die Senioren und Angehörige tun können, um die Sturzgefahr zu verkleinern. Dies hängt vor allem vom persönlichen Gesundheitszustand der Senioren ab. Für die Sturzprophylaxe ist die medizinische Vorsorge wichtig, um schweren Verletzungen, wie Brüchen aufgrund von Osteoporose (Knochenschwund), vorzubeugen.

Tipps für die persönliche Vorsorge:

  • Gehen Sie regelmäßig zum Arzt und lassen Sie Ihre Augen, Ohren und sowie Ihr Osteoporose-Risiko untersuchen
  • Lassen Sie Ihre Brillen und Hörgeräte regelmäßig überprüfen 
  • Legen Sie immer eine Ersatzbrille neben Ihr Bett
  • Lassen Sie sich Zeit beim Aufstehen und vermeiden Sie rasche Richtungswechsel, um plötzlichen Schwindelattacken entgegenzuwirken
  • Achten Sie auf einen richtigen Umgang mit Medikamenten und ernähren Sie sich gesund
  • Machen Sie Übungen für das Gleichgewicht und sanftes Krafttraining
  • Benutzen Sie rechtzeitig Gehhilfen wie Stöcke oder Rollator
  • Verwenden Sie auch zu Hause Hüftprotektoren

Weitere ausführliche Informationen zum Verhindern von Stürzen finden Sie auch im Ratgeber für ältere Sturzpatienten und Angehörige von der Tiroler Gesellschaft für Allgemeinmedizin. Klicken Sie hier

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