Laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit erleiden in Österreich jährlich rund 200.000 Personen Verletzungen durch einen Unfall in der Freizeit und im Sport, die ärztlich versorgt werden müssen. An der Spitze stehen Verletzungen beim Fussball, alpinen Schilauf, bei Ballsportarten, gefolgt von Verletzungen beim Radfahren bzw. Mountainbiken und beim Wandern und Klettern. Auch das in den letzten Jahren boomende E-Biken fordert jährlich bereits seine Opfer. Mangelnde Kondition, falsche Selbsteinschätzung und ungenügende Sicherheitsausrüstung sind häufig die Unfallursachen sowie Nichterkennung bzw. Verharmlosung der Gefahrenquellen.

Um die Kleinsten und auch die Großen auf die Gefahren bzw. auf die entsprechenden Verhaltensregeln aufmerksam zu machen, ist der Verein Sicheres Tirol seit Vereinsgründung 1999 bemüht, durch zahlreiche Informationsbüchlein und -broschüren zu den unterschiedlichsten Themen die Tiroler Bevölkerung zu sensibilisieren (Bestellung über den Shop).

 

 

Kind & Rodeln - Sicherer Rodelspaß
„Kind & Rodeln - Sicherer Rodelspaß“

Das Rodeln als scheinbar einfache Wintersportart wird immer beliebter. Doch kaum jemandem ist bekannt, dass laut Kuratorium für Verkehrssicherheit das Verletzungsrisiko beim Rodeln höher ist als beim alpinen Schilauf, einer Risikosportart. Durchschnittlich verletzen sich in Österreich jährlich 1.200 Menschen (in Tirol 300) beim Rodeln so schwer, dass sie ärztlich behandelt werden müssen. In Mitleidenschaft gezogen sind hauptsächlich die Knochen durch Brüche (60 %) und Prellungen (20 %) sowie der Kopf (9 %). Das Tragen eines Schutzhelmes beim Rodeln ist noch nicht im Bewusstsein der Menschen angekommen - 85 % der Rodler üben ohne Helm diesen Sport aus.

Stark betroffen von Rodelunfällen sind Kinder uner 14 Jahre - 37 % der verletzten Rodler! Wichtig ist es, dass bereits die Kleinen die spezielle Brems- und Kurventechnik erlernen, die Verwendung und das Tragen der entsprechenden Sicherheitsausrüstung kennen lernen und mit einer rücksichtsvollen Fahrweise bzw. mit den Regeln auf der Rodelpiste, wie in diesem Büchlein beschrieben, vertraut gemacht werden.

 

Kind & Piste - Sicheres Skifahren & Snowboarden
„Kind & Piste - Sicheres Skifahren & Snowboarden“

Um ein möglichst sicheres bzw. unfallfreies Skivergnügen zu garantieren, ist ein verantwortungsbewusstes und rücksichtsvolles Verhalten aller WintersportlerInnen notwendig. Die rund 23.000 Unfälle beim alpinen Skilauf pro Jahr in Österreich lassen sich laut Kuratorium für Verkehrssicherheit hauptsächlich auf Selbstüberschätzung und zu hohe Geschwindigkeit zurück führen - oft auch auf überfüllte Pisten und Unkenntnis der Pistenregeln. Die Sicherheit auf der Piste steht somit an erster Stelle! Das Tragen eines Skihelms für die Kleinen und die Großen sowie die Kenntnis der Pistenregeln können einen wesentlichen Beitrag dazu leisten.  

Kind & Wasser - Sicherer Badespaß
„Kind & Wasser - Sicherer Badespaß“

Sommer, Sonne, Badezeit - viele Menschen nutzen diese besonderen Tage für einen Aufenthalt am Wasser. Doch auch hier gilt es Regeln einzuhalten, um das Badevergnügen so sicher wie möglich zu gestalten. Laut Unfalldatenbank des Kuratoriums für Verkehrssicherheit gibt es jährlich rund 4.000 Badeunfälle in Österreich. Besonders Kinder sind von dem kühlen Nass fasziniert und gerade die Kleinsten brauchen deswegen ungeteilte Aufmerksamkeit von den Erwachsenen. Für Kinder unter fünf Jahren ist Ertrinken die häufigste unfallbedingte Todesursache! Deswegen ist es von enormer Wichtigkeit, dass Eltern und bereits die Kleinsten über die Gefahren des Elements Wasser Bescheid wissen und entsprechend sensibilisiert sind. Als zusätzliche Präventionsmaßnahme bieten sich Schwimmkurse für Kleinkinder ab dem Kindergartenalter an. 

Kind & Hund - Sicherer Umgang mit Hunden
„Kind & Hund - Sicherer Umgang mit Hunden“

Seit eh und je üben Haustiere auf Groß und Klein eine besondere Faszination aus. Speziell Hunde werden nicht umsonst als die besten Freunde des Menschen bezeichnet. Und doch will der richtige Umgang mit Hunden gelernt sein. Nicht nur die Hundebesitzer sind aufgefordert die Hunde entsprechend abzurichten und zu halten, sondern auch für Nichthundebesitzer ist es wichtig zu wissen, wie man sich einem Hund nähert bzw. wie man sich richtig verhält ohne den Hund zu verunsichern. Besonders Kinder und Hunde passen gut zusammen - dies bedeutet oft Spiel und Spaß für beide. Doch das richtige Verhalten gegenüber Hunden will gelernt sein, wie z. B. bei den Einsätzen des Vereins "Therapiehunde - Mensch und Tier" (siehe Partner), der in Kindergärten und Schulen unterwegs ist, um den Kindern den Umgang mit Hunden näher zu bringen. 

Kind & Spielplatz - Sicheres Spielen am Spielplatz
„Kind & Spielplatz - Sicheres Spielen am Spielplatz“

Immer wieder verletzen sich österreichweit tausende Kinder unter 15 Jahren auf einem Spielplatz so schwer, dass sie sich in ärztliche Behandlung begeben müssen. Knochenbrüche sind die häufigsten Unfallfolgen. Um ein sicheres Spielen am Spielplatz zu gewährleisten, ist die Aufklärung über Gefahren äußerst wichtig - für Kinder und Erwachsene. Abgesehen davon sind Spielplatzbetreiber und Spielgerätehersteller aufgefordert, Platz und Geräte so zu gestalten, dass sie Anreize zum Spielen und Lernen bieten und dass bei ordnungsgemäßer Benutzung keine Verletzungsgefahr besteht.

Kind & Feuer - Sicherer Umgang mit Feuer rund um die Weihnachtszeit
„Kind & Feuer - Sicherer Umgang mit Feuer rund um die Weihnachtszeit“

Schnell kann der Adventkranz Feuer fangen oder können die Christbaumkerzen den Nadelbaum in Brand setzen. Ein kurzer Augenblick der Unachtsamkeit und schon ist es passiert. Durch die Beheizung der Räumlichkeiten in den Wintermonaten trocknen die Äste der Adventkränze und die Christbäume besonders schnell aus. "Bereits in 20 Sekunden steht der Baum in Flammen, in eineinhalb Minuten mitunter die gesamte Wohnung!" warnt das Kuratorium für Verkehrssicherheit. In der "besinnlichen" Advent- und Weihnachtszeit rücken die Feuerwehren durchschnittlich 100 x  öfter aus als in den anderen Monaten des Jahres. Dieses kleine Büchlein hilft den Großen und den Kleinen die Gefahr eines Brandes in den eigenen vier Wänden nicht zu unterschätzen und durch entsprechende Vorkehrungen sogar zu verhindern.